02.12.2019

Die Stadt intensiviert den Klimaschutz

Die Stadt Ratingen bekennt sich dazu, auf allen Ebenen größtmögliche Anstrengungen für mehr Klimaschutz zu unternehmen. „Der Mensch hat bereits einen Klimawandel mit irreversiblen Folgen verursacht, die weltweit zu spüren sind“, heißt es in dem vom Rat der Stadt mit großer Mehrheit beschlossenen „Ratinger Aufruf für Klimaschutz“. Um die Folgen der Erderwärmung einzudämmen, verpflichtet sich die Stadt zu fünf zentralen Zielen und einer Reihe von konkreten Maßnahmen.
 
Ursprünglich war beantragt worden, wie in einigen anderen Kommunen den „Klimanotstand“ auszurufen. Über diesen Begriff diskutierte der Rat intensiv, obwohl er symbolisch zu verstehen und keine juristische Grundlage für die Ableitung von Notstandsmaßnahmen ist. Inhaltlich war man sich jedoch schnell einig: Der Klimaschutz ist eine wichtige Aufgabe, die in der Stadt Ratingen bereits seit vielen Jahren verfolgt wird.
 
Unter Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse (zum Beispiel den Sonderbericht des Weltklimarates IPCC über die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5 Grad) und gesellschaftlicher Entwicklungen (zum Beispiel Fridays for Future) ist eine deutliche Intensivierung des kommunalen Klimaschutzes in Ratingen sowohl erforderlich als auch erwünscht. In Anlehnung an die Resolution wurde daher der „Ratinger Aufruf für Klimaschutz“ erarbeitet (das vollständige Dokument steht unten zum Downloard zur Verfügung oder kann unter https://www.stadt-ratingen.de/bilder/70/klimaschutzprojekt/Ratinger_Aufruf_fuer_Klimaschutz.pdf abgerufen werden).
 
„Die Stadt Ratingen bekennt sich dazu, die Auswirkungen auf das Klima bei jeglicher davon betroffenen Entscheidung zu berücksichtigen. Wann immer möglich, geben wir jener Alternative den Vorzug, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächt und eine nachhaltige Entwicklung bestmöglich fördert“, sagt Bürgermeister Klaus Pesch. Die Stadt Ratingen orientiert sich weiterhin an den Berichten des IPCC und begrüßt den aktuellen Prozess zur Einführung eines Klimaschutzgesetzes. Das Gesetz hat sicherzustellen, dass die bereits vereinbarten Reduktionsziele eingehalten werden und dass das Ziel der Klimaneutralität in Deutschland spätestens bis 2050 vollständig erreicht wird.
 
Die Stadt setzt sich zum Ziel, zukünftig noch mehr als bisher über den Klimawandel und seine Folgen zu informieren. Die Stadt Ratingen orientiert ihre Klimaschutzziele an den Zielen der EU und Bundesregierung. Um diese Ziele zu erreichen, werden neun Maßnahmen benannt und vom Rat beschlossen, unter anderem die Erweiterung der personellen Ausstattung im Bereich Klimaschutz für eine schnellere und umfassendere Umsetzung im kommunalen Klimaschutz.
 
Die Berücksichtigung des Klimaschutzes bei jeglichem Verwaltungshandeln soll zum Beispiel in einer „klimafreundlichen Beschaffungsrichtlinie“ und einer „Klimacheckliste bei Planungsvorhaben“ geregelt werden. Weiterhin wird die Stadt Ratingen 2020/2021 eine Klimaanalyse als Grundlage für weitere Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung erarbeiten. Ebenso wird die Fortschreibung der gesamtstädtischen CO2-Bilanzierung und eine regelmäßige Berichterstattung zum Klimaschutz in Form eines Jahresberichts Klimaschutzmanagement beschlossen.
 
Informationsangebote zum Klimaschutz werden auf der städtischen Internetseite unter www.klimaschutz-ratingen.de bereitgestellt und ständig aktualisiert.
 
Stadt Ratingen
Zuständiges Amt

 

Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

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